KALKschmiede* macht Hoffnung

kalkschmiede
BU: Isabel Finkenberger, Sandra Bernien und Susanne Stübben (v.l.n.r.) wollen Kalk-Nord lebenswerter machen.

Drei Stipendiaten und Hoffnungsträgerinnen, ursprünglich aus Berlin, Krefeld und einem kleinen Ort in Franken, haben gestern feierlich ihr Projektbüro in der Buchforststraße 113 eröffnet. Dort sollen in den nächsten zweieinhalb Jahren allerhand Ideen und Workshops entstehen, die nachhaltig zum Lebenswert im Stadtteil beitragen und in enger Zusammenarbeit mit Stadtteilangehörigen umgesetzt werden. Erklärtes Ziel ist, „Prozesse zu verstärken, bei denen Menschen selber für ihren Stadtteil handeln“, so Carl Montag, Gründer der am Projekt beteiligten „Montag Stiftung Urbane Räume“.

Die Stiftung agiert in diesem Fall als Partner der Kölner GAG Immobilien AG, die mit 1.200 Wohneinheiten in Kalk-Nord vertreten ist, in denen hohe Mieterfluktuation vorherrscht. Auslöser ist offenbar nur teilweise der gebäudetechnische Erneuerungsbedarf, schwerer wiegt die schwache Ausbildung nachbarschaftlicher und Veedels-Bindungen. Die zu fördern soll nun in einem ganzheitlichen Konzept finanziert, erforscht und umgesetzt werden. Kathrin Möller, GAG-Vorstandsmitglied, möchte dabei „mehr erfahren über Mieter und Nachbarn und nachhaltig modernisieren“, vor allem aber: „Wirksam werden: Das ist ein großes Ziel.“

Ein halbes Jahr suchten GAG und Montag Stiftung nach einem geeigneten Stadtteil in Deutschland, dessen innere und äußere Revitalisierung fruchtbar und beispielhaft werden könnte. Im abgelegenen Kalker Norden, der sich durch das Fehlen von Geschäften, Lokalen und kulturellen Einrichtungen stark vom Südwesten Kalks unterscheidet, wurde man fündig. Was ein Glück, dass hier jetzt etwas geschieht, fanden gestern Abend einige der Gäste – Nachbarn und Bezirksvertreter, Einzelhändler und Vereinsvorsitzende – im gerammelt vollen Ladenbüro. Nach der Präsentation hatten manche das Bedürfnis, die drei Neuen im Stadtteil über dessen Meilensteine und Knackstücke zu informieren. Von der scheinbaren Schwierigkeit, Kalk zu erreichen, dem Kampf um die FH und ins Leere gelaufenen Bemühungen war die Rede. Am Ende gingen sicher einige mit der Hoffnung nach Hause, dass das Werken und Wirken der KALKschmiede* weitere Förderer und Investoren auf den Plan rufen möge.

Henrik Link zur Veranstaltung
http://www.google.com/calendar/event?action=TEMPLATE&text=KALKschmiede*%20macht%20Hoffnung&dates=20100115T144200Z/20100115T144200Z&details=BU:%20Isabel%20Finkenberger,%20Sandra%20Bernien%20und%20Susanne%20Stübben%20(v.l.n.r.)%20wollen%20Kalk-Nord%20lebenswerter%20machen.%20Drei%20Stipendiaten%20und%20Hoffnungsträgerinnen,%20ursprünglich%20aus%20Berlin,%20Krefeld%20und%20einem%20kleinen%20Ort%20in%20Franken,%20haben%20gestern%20feierlich%20ihr%20Projektbüro%20in%20der%20Buchforststraße%20113%20eröffnet.%20Dort%20sollen%20in%20den%20nächsten%20zweieinhalb%20Jahren%20allerhand%20Ideen%20und%20Workshops%20entstehen,%20die%20nachhaltig%20zum%20Lebenswert%20im%20Stadtteil%20%5B…%5D&sprop=Kalkpost